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Teures Reel

Wie ein Kurzvideo zur Kostenfalle wurde

Teures Reel
Foto: andranik123 | stock.adobe.com

Ein aktueller Fall aus Niederösterreich zeigt, wie schnell Social-Media-Content teuer werden kann. Ein Kleinunternehmer postete ein Instagram-Kurzvideo mit Musik, die er ohne entsprechende Nutzungsrechte verwendete.

Die Folge: eine Abmahnung über mehr als 40.000 Euro. Konkret ging es nicht nur um die sofortige Löschung des Videos. Gefordert wurden auch eine Unterlassungserklärung, Schadenersatz sowie die Übernahme von Anwaltskosten. Besonders brisant: Die Reichweite des Videos spielte dabei keine Rolle. Entscheidend war allein die gewerbliche Nutzung von urheberrechtlich geschützter Musik ohne Lizenz. Der Fall macht deutlich: Auch kurze Reels, Shorts oder TikToks unterliegen dem Urheberrecht. Musik aus Plattform-Bibliotheken ist für Unternehmen nicht automatisch freigegeben. Was harmlos wirkt, kann existenzbedrohend werden.