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Sichtbarkeit Raw & Real

Warum KI beim Personal Branding fehl am Platz ist

Sichtbarkeit Raw & Real
Foto: iStock.com/Deagreez

Wir haben 2026 und die meisten von uns können sich nicht mehr vorstellen, wie es ohne die Hilfe von KI im Alltag war. Unzählige Tools schaffen unzählige Möglichkeiten, sich als Selbstständige, Unternehmerin und Unternehmer sprichwörtlich unter die Arme greifen zu lassen. Doch beim Personal Branding kann der Einsatz von KI schnell nach hinten losgehen.

Aus der Sicht einer Einzelunternehmerin oder eines Einzelunternehmers, die oder der Kundenarbeit, Akquise, Marketing und Buchhaltung gleichzeitig jongliert, machen KI-Tools den Alltag um einiges leichter. Aufgaben, die wenig Freude bereiten, gibt man gerne ab. Das spart wertvolle Zeit und zeigt: KI macht es auch für EPU möglich, zu wachsen, ohne gleich in ein ganzes Team investieren zu müssen. 

Hinderlich wird die Technologie jedoch, wenn man sein gesamtes Content-Marketing abgibt. Gerade als EPU ist es entscheidend, sich zu zeigen und eine starke Personal Brand aufzubauen, um sich von der Masse abzuheben und für das eigene Thema bekannt zu werden. Mit KI-generierten Bildern und Texten gelingt das nicht – zumindest nicht echt. Wer noch versucht, durch optimierten, perfekten Content aufzufallen, bewirkt das Gegenteil und geht im KI-Einheitsbrei schlicht unter.

Sichtbar:SEIN statt sichtbar optimieren
Design und Ästhetik bleiben im Marketing wichtig. Wenn es aber darum geht, auf Social Media, im Blog oder Podcast aus der Masse hervorzustechen, geht Echtheit vor Perfektion. Menschen kaufen nach wie vor bei Menschen – und sie wollen vor allem eines: sich mit anderen verbinden. Das gelingt nicht mit perfekten Inhalten, sondern mit echter Sichtbarkeit. Fehler zu machen, sich zu versprechen, den Faden zu verlieren – all das macht uns menschlich. Das ist der Faktor, den wir nicht an die KI abgeben können und der am Ende über den Kauf entscheidet. Insbesondere EPU haben spätestens jetzt keine andere Wahl mehr, als sich selbst vor die Kamera zu stellen und Einblicke in ihren (Berufs-) Alltag zu geben, ihre Erfahrungen zu teilen und zu zeigen, was sie als Person ausmacht. Die Grenze zwischen „persönlich“ und „privat“ darf dabei jede und jeder selbst ziehen. Doch eines bleibt: je echter, je nahbarer, desto besser. Emotionen statt plumpem Marketing.

Um auf Social Media, im Blog oder Podcast aus der Masse hervorzustechen, geht Echtheit vor  Perfektion.

Echte Menschen statt lebloser KI-Inhalte
ChatGPT, Gemini & Co. lernen schnell. Dennoch unterscheidet sich unsere eigene Sprache nach wie vor von den generischen Texten der LLMs. Menschen drücken sich anders aus, besonders wenn es um Emotionen geht, und genau die wollen wir im Marketing auslösen. Bei der Ideenfindung oder Konzeption ist KI sehr hilfreich. Das Schreiben selbst sollte jedoch beim Menschen bleiben, um sich vom Mitbewerb abzuheben. Das gilt auch und noch viel mehr bei Bildern. KI-Bilder sind einfach zu perfekt, um echt zu sein. Instagram-Chef Adam Mosseri betonte bereits Anfang des Jahres: Raw & Real ist der Schlüssel. Er spricht sogar davon, dass „Human-made Content“ bald zum Premiumsiegel wird. Dahin entwickelt sich der Trend: Spontan aufgenommene Talking-Videos mit einer klaren, emotionalen Botschaft kommen an.

Das Um und Auf: die Sprache der Wunschkundinnen und -kunden zu sprechen.

Vom Senden zum Verbinden
Der Algorithmus mag es nach wie vor, wenn man viel postet. Aber wer hat schon die Zeit, jeden Tag guten (!) Content zu veröffentlichen? Es geht nicht darum, viel zu posten, sondern WAS man postet. Deshalb lieber weniger machen, dafür aber Content, der bewegt, der echt ist und es Menschen ermöglicht, sich mit der Person hinter dem Account zu verbinden. „Nahbarkeit“ ist wichtig. Wir wollen, dass die Menschen Vertrauen in uns und unsere Expertise gewinnen – und das gelingt am besten, wenn wir zeigen, dass wir sie verstehen und „eine oder einer von ihnen sind“.

Je echter, je nahbarer, desto besser.

„Die bzw. der versteht mich!“
Genau dieses Gefühl wollen wir mit unseren Inhalten – auf Social Media, Blog oder Podcast – erreichen. Zielgruppenkenntnis und vor allem, die Sprache der Wunschkundinnen und -kunden zu sprechen, sind das Um und Auf, um genau das zu erreichen. Oberflächliche Beiträge gehen an den Menschen vorbei. Wer die Herausforderungen der Zielgruppe greifbar macht, erreicht am Ende auch sein Ziel: den Verkauf. Ja, mit KI geht es schneller, einen Text oder ein Bild zu generieren. Doch „schnell und viel“ ist bei authentischer Sichtbarkeit der falsche Weg. „Echt und verbindend“, das sollten wir mit unseren Inhalten anstreben. Das führt nicht nur Wunschkundinnen und -kunden zu uns. Content Creation macht so auch viel mehr Freude.